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Sören Kierkegaard in Gilleleje

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Sören-Kierkegaard-Stein in Gilleleje

Im Norden der dänischen Insel Seeland liegt der Ort Gilleleje, der so bekannt ist, dass ihn Sally O'Brien -- Autorin des Lonly-Planet-Reiseführers für Copenhagen -- nicht einmal im Stichwortverzeichnis erwähnt. Dafür aber Hornbæk, das nur einige Kilometer weiter östlich liegt und einen sehr langen Küstenstreifen mit den angeblich besten Ständen der Nordküste besitzt. Also Gilleleje ist für O'Brien keinen Ausflug ab Kopenhagen wert und daran merkt man, dass Sie keine besondere Kierkegaard-Liebhaberin ist. Dafür gibt es im SKC aber umso mehr davon und das ist Grund genug für einen Ausflug nach Gilleleje.

In Gilleleje hat Kierkegaard eine der meistzitierten Stellen aus seinen Tagebüchern verfasst. Heute ist keine Einführung in die Existenzphilosophie mehr denkbar, ohne die folgenden -- im übrigen retorischen -- Fragen des gerade mal 22-Jährigen zu erwähnen:

"Es kommt darauf an, meine Bestimmung zu verstehen, zu sehen, was die Gottheit eigentlich will, daß ich tun solle; es gilt eine Wahrheit zu finden, die Wahrheit für mich ist, die Idee zu finden, für die ich leben und sterben will."

Unabhängig davon, ob dieser eine Eintrag wirklich den Beginn der Existenzphilosophie markiert oder nur die ganz normalen Fragen eines jungen Erwachsenen dokumentieren, war Gilleleje ein oftbesucher Erholungsort für Kierkegaard, an dem er viel Zeit verbrachte. Daher hat man auch einen Stein für ihn aufgestellt, der die Inschrift "Sören Kierkegaard" trägt. Jawohl, ich habe mich nicht verschrieben, es steht wirklich "Sören" mit deutschem Umlaut dort, nicht "Søren". Warum? Sehr merkwürdig! Leider haben wir keine Erklärung gefunden. Meine Vermutung: der Stein ist Made in Germany, und dort hat man kein "ø" auf der Tastatur.

Drei Wochen SKC....

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Drei Wochen bin ich nun schon hier am SKC, Zeit für einen Zwischenbericht. Was man hier eigentlich den ganzen Tag macht ist: schreiben. Einige Schreibtische für die Gäste und Gastforscher stehen, wie ich schon mal erwähnte, in der Kierkegaard-Bibliothek. Am dritten Schreibtisch sitze ich und zur Zeit ist außerdem noch eine argentinische Philosophin hier. In der Bibliothek ist gewissermaßen auch der beste Platz zum arbeiten, denn alle Bücher stehen nur wenige Schritte entfernt und man kann sie auf seinem Schreibtisch stapeln. Die Atmosphäre hier ist sehr gut zum arbeiten. In den letzten Wochen habe ich mehr Seiten geschrieben, als ich vor meiner Anreise gedacht hätte. Ich bin wirklich überrascht, wie zügig wissenschaftliches Arbeiten sein kann, wenn keine anderweitigen Termine, Arbeitstreffen oder ähnliches am Tag anstehen und die Literatur griffbereit vor Ort ist. So komme ich mittlerweile denn auch thematisch in meiner Arbeit an die Grenzen der Kierkegaard-Bibliothek, denn die deckt eben nur den einen Autor ab. Wie ich gehört habe soll es an der Hong Kierkegaard Library in Minnesota eine Abteilung mit "Related Authors" geben, die hier aber fehlt. So habe ich schon eine Kiste mit Büchern aus der Königlichen Natinalbibliothek von Dänemark bestellt, die praktischerweise auch ein bis zwei Tage später ins Forschungszentrum geliefert wird. Nicht zuletzt erfreue ich mich hier auch einer guten Betreuung. Ich muss dabei gestehen, dass ich einige Spezialitäten und Eigenheiten in der Kierkegaardforschung bisher noch nicht kannte.

Strände in und um Kopenhagen

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Brøndby Strand

Kopenhagen liegt am Meer und da liegt es nahe, den einen oder anderen Strand auszuprobieren:

  • Amager Strandpark, U-Bahn M2 bis Øresund, Amager Strand oder Femøren: Der Park ist so lang, dass er gleich von drei U-Bahn-Haltestellen erreichbar ist. Neben der Meeresküste gibt es auch einen längeren Kanal, in dem man schwimmen kann. Liegen kann man am Sandstrand, auf der Wiese oder im angrenzenden Wald. Der Strand ist touristisch gut erschlossen (hier findet man z.B. auch eine Buddha-Lounge am Strand) aber -- wahrscheinlich wegen der guten Verkehrsanbindung und der zentalen Lage -- die Anlage wird auch gut besucht. Sonne bis ca. 19.30 Uhr
  • Bellevue Beach, S-Bahn Linie C bis Klampenborg: Obwohl sich der Name vielversprechend anhört gefiel mir der Strand ehrlich gesagt nicht so gut. Er ist recht kurz und daher überlaufen. Hinter dem Strand gibt es aber Wiesen, auf die man ausweichen kann. Sonne bis ca. 19.30 Uhr.
  • Brøndby Strandpark, S-Bahn Linie A bis Brøndby-Strand: Leider wird der Strand von kaum einem Reiseführer erwähnt, ich habe ihn über Google-Earth entdeckt. Vielleicht weil es ein Vorort von Kopenhangen ist? Die Anlage ist aber sehr schön, hinter küstennahen Seen gelegen und so groß, dass auch am Wochenende noch Platz bleibt. Schatten spenden zwischen den Dünen ein paar Gräser mit zirpsenden Grillen. Sonne bis zum Sonnenuntergang.

Hier Strände in der weiteren Umgebung von Kopenhagen:

Linux auf einem Tablet: HP Pavilion tx2000 unter Ubuntu

tablet.jpg

Nachdem Neals auf meinen letzten Blog-Eintrag zum HP-Notebook gefrage hat, was den nun aus Ubuntu auf dem tx2050eg geworden sei, wird es Zeit für ein Update zum Thema.

Mein Eindruck insgesamt zu Ubuntu auf einem Tablet-PC ist, dass Ubuntu mit den weiter unten genannten Tools genauso geschickt ohne Tastatur bedient werden kann, wie Windows. Die Vorteile gegenüber Windows sind zunächst allgemeiner Natur: Es läuft schneller und es läuft die 64-Bit-Version. Meine persönliche Killer-Application, die ich häufig verwendet und die auch in dieser Weise nur unter Ubuntu so reibungslos funktioniert, ist das Bekritzeln von PDF-Dokumenten, etwa eingescannte Artikel etc. Der Vorteil von Ubuntu ist hier die PDF-Unterstüzung: PDFs können überall einfach über Datei-Öffnen importiert und exportiert werden, bei Windows Journal ist das nicht so einfach. Der Nachteil von Ubuntu auf einem Tablet ist, dass es nicht so speziell auf Tablets abgestimmt ist wie Windows. Ich vermisse beispielsweise in Openoffice eine Funktion, mit dem man in ein Dokument handschriftliche Kommentare einbinden kann.

Min Sorg is my castle

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Stop! Noch nicht weiterlesen, erst auf dieses Bild schauen! Zwischen den unzähligen Büchern hier in der Kierkegaard-Bibliothek des Forschungszentrums habe ich nach längerer Suche doch ein Buch mit Faksimiles von handschriftlichen Manuskripen von Sören Kierkegaard gefunden. Das Ergebnis meiner Suche ist erschreckend: Wer kann diese Handschrift schon lesen?

(Thanks to Julia for reading Kierkegaards handwriting!)

Wer ist der unglücklichste Mensch?

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Der ersten Teil von Sören Kierkegaards Buch "Entweder-Oder" besitzt ein Kapitel über den unglücklichsten Menschen. John E. Hare findet in seinem Artikel "The Unhappiest One and the Structure of Either/Or" (International Kierkegaard Commentary Either/Or Part 1) viele Gründe dafür zu argumentieren, dass dieses Kapitel den Mittelpunkt des ersten Teiles von "Entweder-Oder" ausmacht. Unter anderem hat er die Seiten der einzelnen Kapitel gezählt und festgestellt, dass es ein alternierendes Längenmuster gibt und dass eben dieses Kapitel hierbei als mittleres Kapitel aus dem Rahmen fällt. Ob diese quantitative Erhebung auch für inhaltliche Gesichtspunkte heranzuziehen ist sei dahingestellt. Jedenfalls besitzt dieses Kapitel einen besonderen Reiz. Allein die Frage ist schon fesselnd: Bin ich vielleicht der unglücklichste Mensch auf der Welt? Angeblich soll es in England ein Grab geben, auf dessen Grabstein geschrieben steht, hier ruhe der unglücklichste Mensch.

Kierkegaard unternimmt in diesem Kapitel eine Interpretation sprachlicher Zeitformen. Er bedient sich dabei des Umstandes, dass es mehrere Zeitformen für die Vergangenheit gibt: z.B. das Perfekt und das Plusquamperfekt. Die folgende Grafik fasst Kierkegaards Interpretation zusammen:

Zimmer mit Balkon

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Zimmer mit Balkon

Seit gestern bin ich wieder in Kopenhagen, der zweite Teil meines Aufenthaltes am Søren-Kierkegaard-Forschungszentrum beginnt. Nach einem anstrengenden und eindrucksreichen Anreisetage sitze ich heute in einer Bagel-Bar und werde gleich den Turm der Marmorkirke (aka. Frederikskirken) besteigen.

Die Anreise begann damit, dass am Check-In mein Gepäck angeblich zu schwer sei: um 9 kg. Nach einem klärenden Gespräch und dem Nachweis meiner genauen Aufenthaltsdauer stellte sich heraus, dass ich ein Kilo weniger gepackt hatte als ich hätte können. Für die Fluggesellschaft also weiter kein Probelm, aber für meine Reisetasche! Die wirkte nämlich bereits in Deutschland ziemlich überladen. Entgegen schlimmerer Befürchtungen meisterte sie den Flug -- aber nicht die weitere Reise.

European Conference on Educational Research (ECER 2008)

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Mein Beitrag: 
Philosophical Aspects of Virtual Learning
Datum: 
Donnerstag, 11. September 2008
Ort: 
Gothenburg, Sweden

Späte Diskussion um Drupal und Typo3

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Vor zwei Jahren habe ich einen Blogbeitrag über die Content-Management-Systeme Drupal und Typo3 auf der Webseiten der Mediendidaktik der Uni-Duisburg-Essen geschrieben. Jetzt, zwei Jahre nach dem Veröffentlichen dieses Beitrages, wird dieser Beitrag in der Community diskutiert. Schade nur, dass dieses Feedback nicht vor zwei Jahren kam: vielleicht wäre meine Einreichung zu dem Thema bei der GMW-Tagung dann anders ausgefallen...

Online-Schulung bei www.e-teaching.org

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Mein Beitrag: 
Drupal
Datum: 
Donnerstag, 26. Juni 2008
drupal_250x250.gif

Inhalt:
1. Aspekte der Planung einer Drupal-Webseite
2. Erste Schritte: anmelden, einrichten, Inhalte einstellen
3. Die wichtigsten Module: Content-Construction-Kit, Views etc.
4. Szenarien: Der Einsatz von Drupal an der Hochschule
5. Ausblick und Fragen

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