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Tobias Hölterhof

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Thoughts about organising academic conferences with Drupal

Thoughts about organising academic conferences with Drupal

Some years ago we started developing the Drupal Conference module at the University Duisburg-Essen. This effort grow out of the need to organise a moodle conference. The module was first designed to work with Drupal 4.7. At this time, the only module offering the ability to create customized node types was Flexinode -- today there is Content Construction Kit. Also the Workflow module wasn't there. So this version of Drupal is long ago and things have changed. Of course there is still a need for a simple and tailored module to organise conferences with Drupal. But I would like to encourage opening ones mind that Drupal today offers modules which can be used to construct a similar functionality. Especially if one has requirements not served by the Conference module this can show that Drupal is a very flexible content management system that easily can be customized to different needs. Of course this effort requires more knowledge of Drupal in detail -- or can be a reason to learn it.

I would like to introduce some modules and explain a possible configuration of them to design a Drupal system for organising an academic conference with submissions and a review process:

  • Content Construction Kit: This frequently used framework offers the ability to create node types with custom fields. I would propose creating a node type "submission" with a text field for an abstract and a file upload field to submit an article.
  • Workflow: With this module node types can be embedded in a process covering a workflow to be done with the nodes of this type. For every state of a workflow one can define user roles with permissions for changing the state to the next state. A workflow for submissions to an academic conference can be made up with the following states: editing a submission, posting a submission, assigning a submission to one or more reviewers, reviewing a submission and done.
  • Wokflow Fields: This module extends the Workflow module by enabling individual CCK fields in a workfow state to be be viewable and/or editable to user roles. So I would propose adding several fileds to the node type "submission" for the result of the review process (or: for the results of many review processes). The Workflow Fields module is necessary to hide these fields to the user while the submission is created or reviewed.
  • Content Access: One need to consider which users can view and edit submissions. Without any additional node access module, one cant specify individual roles with view/edit access to submissions. I would prefer not to be too restrictive: a role based content access can be sufficient. Within a role based concept, all reviewers can theoretically review all submissions. But it's a different task which submissions are shown to an individual reviewer in his/her workspace. If a reviewer can even edit the submissions not shown in his/her workspace, one may be better prepared for unexpected occurrences like illness. Content Access can be used to configure this node access rules.
  • Views: At least one can use the Views framework to build an individual workspace with a to-do list for every reviewer. I would propose adding a user reference field to the submission node type (perhaps as a multivalue field for multiple reviewers) for storing the assignment to the reviewer/s. Then create a to-do list with showing all submissions assigned to the logged in user. A second to-do for the conference organiser is useful showing all posted submissions not assigned yet.
  • Consider using the Content Locking module to avoid a submission being edited by two reviewers simultaneously.

Well actually we needn't organise a second conference with Drupal until now. So I have to notice that we neither contribute to the developement of the Conference module any more (thanks to zyxware for doing this job now) nor we tested this drupal configuration with a real conference. But we realized some workflow configurations in Drupal 6 covering similar scenarios. So it's very likely to me that this configuration works.

PC-gestützte Online-Prüfungen

PC-gestützte Online-Prüfungen

In den vergangenen Tagen hatte ich die Gelegenheit, die (relativ) neu eingerichtete PC-Hall der Universität Duisburg-Essen zu besichtigen. Dieser Raum ist speziell zur Durchführung PC-gestützter Prüfungen präpariert ist. Während ich die Abschlussprüfung in meinem Magister-Studium noch ganz klassisch mit Stift auf Papier geschrieben habe, erleben hier zahlreiche Studierende eine andere Form der Prüfung. Je mehr das Internet und digitale Medien zur Vermittlung von Lehrinhalten eingesetzt werden und je mehr sich digitale Kommunikation über das Internet in der Alltäglichkeit verbreitet, desto mehr rückt natürlich auch die Frage in den Fokus, wie dieser Entwicklung angemessene Formen des Prüfens aussehen.

Interessant ist bereist, dass die Prüfungen nicht handschriftlich sondern mit der Tastatur geschrieben werden. Längere Texte können wie in einer Textverarbeitung korrigiert und verändert werden. Das war z.B. bei meiner Abschlussklausur nicht so und ich halte das für sehr hilfreich insbesondere beim Verfassen längerer Texte. Bei dem System, das an der Universität Duisburg-Essen eingesetzte wird (L-Plus), besitzt jede/r Student/in weiterhin ein Login und Passwort, um die Klausur am Prüfungstag abzurufen. So kann auch bei der Zuordnung der Klausurfragen zu den Prüflingen nichts mehr falsch laufen. Ich erinnere mich, dass damals eine Klausur zu Goethes Wahlverwandtschaften übrig geblieben ist. Die Klausuraufsicht hatte dann Mühe herauszufinden, ob jemand die falsche Klausur ausgehändigt bekam oder die Person einfach nicht zur Prüfung erschienen ist.

Solange da die Prüfungen jedoch in diesem Raum abgenommen werden, sind es ja eigentlich keine "richtigen" Online-Prüfungen. Das System L-Plus ist jedoch eine Client-Server-Lösung, so dass die Prüfung auch durchaus an einem anderen Ort erfolgen kann. Ebenso kann die Durchsicht der Prüfungen über das Internet erfolgen. Diese Möglichkeiten sind besonders dann nützlich, wenn die Prüflinge und/oder Prüfer an unterschiedlichen Orten sind.

Gemeinschaften, Gruppen und Kreise

Seit Google+ online ist, ist ein neues Wort für soziale Gemeinschaften wieder populär geworden: Cirles. Google wählt damit einen Begriff, der sich deutlich von den Friends bei Facebook unterscheidet. Eine Friend ist demnach immer eine Einzelperson, während ein Circle eine Menge von Personen ist. Der Fokus verrückt also. Außerdem ist ein Circle natürlich auch eine geometrische Figur und kann daher treffend visualisiert werden. In Drupal, einem "social" CMS, erlebt die Begriffskombination "organic groups" eine Konjunktur.

Gewissermaßen wird in den Begriffsschöpfungen und Softwareentwicklungen des Web 2.0 deutlich, dass soziale Gebilde komplex und heterogen sind. Gemeinschaften, Gruppen und Kreise sind etymologisch und historisch unterschiedliche Begriffe. Während der Begriff "Gemeinschaft" insbesondere in der Unterscheidung zu "Gesellschaft" von Tönnies diskutiert wurde (z.B. 1887), spricht er hingegen nicht von "Gruppe". Dafür ist eine Gemeinschaft für Tönnies aber durchaus "organisch", so bezeichnet er u.a. ihre Struktur. Die Bezeichnung "Gruppe" wird zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert in der deutschen Sprache für soziale Gebilde gebräuchlich. Der Begriff besitzt einen germanischen Wortstamm, der in etwa "Klumpen" bedeutet. Ehe er sich im sozialen Sinn durchsetzt, wurde er u.a. in der Mathematik verwendet. "Haufen" war eine geläufige Bezeichnung für soziale Gruppen. Es dauert recht lange, bis er sich durchsetzt. Bei Simmel (1908) findet sich dann sowohl "Gruppe" als auch "Kreise". Die "Circles" sind also keine Erfindung von Google.

Wie entstand das Wort "Fisematente"?

Wie entstand das Wort "Fisematente"?

Abreißkalender versprechen Bildung direkt am Frühstückstisch. Man wird mit jedem Tag schlauer -- so steht es zumindest auf der Verpackung. Manche Kalender gehören dabei nicht unbedingt in den Bereich des Allgemeinwissens, vermitteln aber dennoch wichtige Grundlagen. Zur besseren Integration der Kölner NeubürgerInnen gibt das Stadtmarketing etwa einen "Köln-Kalender" heraus mit Basiswissen zur eigenen Stadt (Abbildung ähnlich). Ein solcher Abreißkalender schmückte auch mal meinen Küchentisch und sorgte etwa an 356 Tage im Jahr für spannende Neuigkeiten. Wussten Sie z.B., dass Jakob Ignaz Hittorf (der Architekt, der in Paris den Champs-Elysees gebaut hat) ein gebürtiger Kölner war?

Einer dieser Zettel erklärte auch die Herkunft des umgangssprachlichen Wortes "Fisematente": Die französischen Soldaten sollen zu Zeiten Napoleons zu den kölschen Mädchen gesagt haben: "Visitez ma tente!", woraufhin die besorgten Eltern ihren Kindern den Rat gaben: "Mach mer keine Fisematenten!". Eine amüsante Theorie. Besonders spannend ist an dieser Variante jedoch, dass ich die selbe Erklärung schon mal von einem Berliner gehört habe. Der Berliner hat die Geschichte jedoch zeitlich einige Jahre später verlegte: Während der französischen Besetzung Berlins nach dem 2. Weltkrieg sollen die Franzosen auch diese Anmache verwendet haben. Auch hier sollen die besorgten Eltern daraufhin geraten haben, keine "Fiesematenten" zu machen. Und der Berliner beansprucht natürlich auch, das Wort erfunden zu haben...

Eine rechtsrheinische Gürtelbahn für Köln

Eine rechtsrheinische Gürtelbahn für Köln

Nachdem im Rahmen der "Rechtsrheinischen Perspektiven" Visionen bezüglich einer rechtsrheinischen Schwebebahn durch die Stadt geistern, ist wohl jetzt der beste Zeitpunkt, meine Ideen zu einer rechtsrheinischen Gürtelbahn in Netz zu bloggen. Also ich habe schon vor einiger Zeit damit begonnen, ein Konzept für eine rechtsrheinische Gürtelbahn in Köln auszuarbeiten. Hier einige Haltestellen, die ich mir schon überlegt habe:

  • Kalk-Post: Hier sollte die neue Gürtelbahn unbedingt halten, wegen der guten Einkaufsmöglichkeiten in den Köln-Arcaden. Außerdem ist die S-Bahn-Haltestelle Trimbornstraße nicht weit. Bahnreisende von Osten kommend könnten dann hier bereits umsteigen und müssten nicht bis Deutz fahren. Der S-Bahnsteig in Deutz ist ohnehin zu eng.
  • Buchforst: Als nächstes sollte die Bahn in Buchforst halten, die Bäckerei Cafe Jung ist hier ganz vorzüglich. Morgens könnte man dort Brötchen kaufen. Auch hier gibt es eine Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn.
  • Bahnhof Köln-Mülheim: Weiter geht es nicht zum Wiener Platz, diese Haltestelle steuert die neue Linie gar nicht an. Es ist nämlich total nervig, dass alle Busse dort halten, wenn man eigentlich weiter in den Mülheimer Norden fahren möchte. Statt dessen hält die neue Gürtelbahn am Mülheimer Bahnhof. Eine sehr wichtige Umsteigemöglichkeit insbesondere für die Pendler zwischen Köln und Düsseldorf. Da es von denen unglaublich viele gibt, würden die natürlich die neue Gürtelbahn auslasten und finanzieren.
  • Schanzenstraße: In nur einer Station vom Bahnhof Mülheim zu Harald-Schmidt-Show oder zum E-Werk! Deswegen ist diese neue Haltestelle total wichtig, denn immer wieder erklärt man Reisenden, wie man vom Bahnhof Mülheim dorthin fährt. Außerdem ist hier die Übergangs-Oper von Köln. Man könnte den Opernbus sparen und die Mittel gleich in die Gürtelbahn stecken. Am besten baut man auch gleich einen Ausgang hin zur Keupstraße. Auf diesem mediterranen Pflaster erlebt man so manche Überraschung -- nicht nur kulinarischer Art.
  • Berliner Straße: Das Drehkreuz im rechtsrheinischen Kölner Norden. Ganz in der Nähe gibt es das Bürgerhaus Mütze.

Wie man sieht ist das Konzept noch nicht fertig. Man könnte so eine neue Linie ja auch mal komplett über das Internet konzipieren. Gerne darf die Stadt Köln dafür diesen Weblogeintrag nutzen. Sollte man vielleicht noch eine Station verschieben? Oder eine Station hinzufügen?

Über den Dächern von Köln

Über den Dächern von Köln

Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Führung "Über den Dächern von Köln", bei der man sehr beeinduckende Winkel vom Kölner Dom einsehen kann. Ich war bereits mehrmals in und auch auf dem Dom, doch diese Führung kannte ich noch nicht und sie hat mich begeistert! Im Unterschied zur "normalen" Dombesteigung handelt es sich hiebei um eine geführte Besichtigung, die schon sehr abenteuerlich beginnt: Anstatt eines massiven Trepenhauses betritt man einen Aufzug der Dombau-Mitarbeiter, der durch eine Gerüstkonstruktion neben dem Dom in die Höhe steigt: so ganz ohne feste Wände.

Die Führung verläuft dann weiter auf luftigen Gerüsten um den Dom herum. Es ist wirklich sehr beeindruckend von oben auf das Geflecht gotischer Stütz- und Strebepfeiler herabzuschauen, die das wesentlich aus Fenstern bestehende Domgebäude tragen. Überall hängen Gerüste und man ist den Figuren und Sandsteingebilden zum greifen nahe. Dann betritt man den Dachstuhl. Mir war bisher gar nicht klar, dass "über" der Decke des Doms noch mal eine so große Konstruktion existiert. Überall stehen restaurierte Pfleiler und Sandsteinfiguren herum; neben Werkzeugen und Seilwinden.

Zur Führung gehören noch weitere Besichtigungen etwa eines Turms in der Mitte vom Dom, von dem man durch die beiden großen Türme hindurchschauen kann (siehe Bild). Auch den Innenraum des Doms betritt man in luftiger Höhe durch die Gänge überhalb der Seitenschiffe. Also unbedingt anschauen und sehr zu empfehlen!

Symposium Existenzphilosophie und Ethik (FU Berlin)

Die Philosophie der FU Berlin

Wie sieht eine Ethik auf der Grundlage der Existenzphilosophie aus, was zeichnet sie aus? So könnte man das Thema des Symposiums "Existenzphilosophie und Ethik" in einem Satz zusammenfassen, das schon vor über einer Woche an der FU Berlin zuende ging. Interessant ist diese Frage nicht nur vor dem Hintergrund der Aufmerksamkeit, die Vertreterinnen und Vertreter der Existenzphilosophie wie Sören Kierkegaard, Jean Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Hannah Arendt oder Martin Heidegger auf sich gezogen haben und auf sich siehen. Auch die Grundbegriffe der Existenzphilosophie sind hinsichtlich einer Ethik nicht selbstverständlich. Schließt etwa die radikale Freiheit, sich aus seiner Existenz heraus zu verstehen, von vorne herein Normativität aus? Was sind Rahmenbedinungen einer existenziellen Ethik vor dem Hintergrund der durchaus unterschiedlichen Philosophien der Existenz.

Das Symposium näherte sich diesen Fragen in drei Schritten. Zunächst ging es um die Darstellung der Existenzphilosophie in der Auseinandersetzung zu traditionellen Ethiken. Sodann konzentrierten sich die Vorträge auf Rahmendebindungen und Aspekte, die eine Ethik des Existenzphilosophie auszeichnet oder auszeichnen könnte. Schließlich waren konkreten Wert der Existenzphilosophie Thema des dritten Tages, unter anderem gab es auch einem Vortrag zur Frage, ob es sich dabei tatsächlich um Werte handelt oder nicht eher um Unwerte.

Zu nennen ist als Wert, der in der Existemzphilosophie häufig angesprochen wird, die Authentizität. Das war auch der Grund, weshalb mich das Symposium so sehr interessiert hat -- natürlich neben den ganzen Existenzialisten, mit denen ich mich in meiner Dissertation beschäftige.

Nokia N900

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Vielleicht ist jetzt ja der beste Augenblick, etwas über das Nokia N900 Smartphone zu schreiben. Wegen der neuesten Nachrichten und den damit zusammenhängenden Spekulationen um die Zukunft von Nokia ist die Gelegenheit günstig, ohne Seitenblicke nur dieses Gerät in den Fokus zu nehmen. Insbesondere interessiert mich das N900 als Linux- und Community-Handy. Vergleichbare Geräte sind etwa das Neo/Freerunner von Openmoko. Hierfür scheint ja auch neue Hardware in Aussicht zu stehen.

Meiner Meinung nach trifft die Bezeichnung "Smartphone" oder "Handy" das N900 nicht ganz. Passender müsste man es als "winziges Netbook mit Telefonfunktion" beschreiben. Klar: Handys machen immer mehr von dem, was ursprünglich PC's oder Laptops konnten. Aber das N900 ist auch in der Bedienung mehr ein kleines Netbook als ein Handy. Zunächst fällt hierbei die Tatsache auf, dass das Gerät für die horizontale Bedienung gebaut ist. Man kann es zwar drehen -- manche Programme rotieren dann den Bildschirm -- aber nicht alle Funktionen sind im Portrait-Modus implementiert. Sodann besitzt es eine Konsole. Einige Funktionen konnten geraume Zeit nur über diese Eingabeaufforderung aufgerufen werden (z.B. Kernel-Einstellungen laden, spezielle Progrmmstarts etc.).

Auch das Maemo-Betriebssystem des N900 orientiert sich sehr an Desktop-Rechnern. Es handelt sich dabei um ein auf Debian basierendes Linux-System mit einem gewöhnlichen X-Server und speziell für mobile Geräte optimiertem Fenstermanager und GUI-Libaries. Hinzu kommt noch, dass der im Gerät eingesetzte ARM Cortex-A8 Prozessor von Debian als Zielsystem unterstützt wird, d.h. Debian läuft "out of the box" auf diesem Gerät. Die Software für das Handy wird maßgeblich von einer Community entwickelt. Dabei findet man im Repository zahlreiche Portierungen von nützlichen Linux-Programmen (z.B. Gnumeric, gPodder, etc.). Über die "App" EasyDebian kann auch eine Debian-Distribution zeitgleich zum Maemo-System laufen, womit beinahe jedes Programm aus der Debian-Distribution installiert werden kann (so läuft etwa auch OpenOffice). Besonders diese Eigenschaften machen das N900 zu einem interessanten Linux-Handy, vergleichbar mit dem Freerunner.

Zwar ist das Maemo-System im Vergleich zum Openmoko-Projekt nicht zu 100% Open Source. Die Anwendungen "Karten" etwa ist ein vorinstalliertes Produkt von Nokia und nicht offen verfügbar. Im N900 kann aber ein Root-Packet nachinstalliert werden -- übrigens ohne Hacking oder Jailbreaking. Danach hat man Zugriff auf jeden Winkel des Handys, d.h. die 32 MB nichtflüchtiger Speicher des N900 können beliebig formatiert, partinioniert und mit jedem Betriebssystem neu aufgesetzt werden. Das Gerät ist somit für ein Handy ungewöhnlich offen.

Aber auch mit dem Maemo-Betriebssystem ist das Gerät ein spannendes Linux-Handy. Die Frage ist, ob man wirklich gänzlich auf Closed Source Software verzichten möchte. Das populäre Ubuntu-Linux beispielsweise integriert auch Packete, die nicht unter der GPL lizensiert sind. Gerade diese Kombination gefällt mir am N900 sehr gut. Dabei weist es einen deutlichen Schwerpunkt im Open-Source-Bereich auf und wird von einer Community (neuerdings auch mit Firmware-Updates) gepflegt und weiterentwickelt.

E-Learning with Drupal: What is a course?

If one uses online learning management systems like Ilias or Moodle, one needn’t pose the question: "What is a course?". Courses are an universal structure of arbitrary content types like pages, files, forums, wikis etc. sorted in time. But what if one has the chance to more specify a course? Could it be interesting if a course is -- lets say -- just a wiki?

Currently we design and implement a learning management system from scratch with drupal. This system will be used in an established program of study. Therefore many requirements are given and especially courses have been considered to be mainly like forums so far. But I suppose that having the opportunity to more specify a course in an online learning management system offers advantages. Courses need not to be structured widgets any more and can be more concert objects. Advantages can be:

  • The way courses are implemented in learning management systems represent the way how the learning process happens. In a program of study one can focus special ways of learning by offering a more concrete course structure to teachers.
  • Different online courses are experienced to be more consistent in a learning management system. Students can better recognize the structure of courses and therefore better find one's way.

Because Drupal is original a content management system, it offers the flexibility to specify courses. Using organic groups as courses one can choose the content type of a course. After a long discussion we decided to choose books as course types now:

Soll man den Buddha säubern?

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In den letzten Tagen haben wir die ersten Stunden mit warmer Decke und frühlingshaften Sonnenstrahlen auf dem Balkon verbracht. Dabei wurde das ganze Ausmaß des Winters deutlich: viele Blumen sind verwelkt, die Dielen sind grün vermoost und alles sieht noch trist und einfarbig monoton aus. Wann ist der geeignete Augenblick, das endlich zu ändern? In der Ecke auf dem Balkon steht zu Dekorationszwecken ebenso ein kleiner Buddha, den ich einst zu einem Sonderpreis in Wetzlar an der Lahn erworben habe, weil die Spitze seiner Kopfbedeckung abgebrochen ist. Auch der ist vom Moos vereinnahmt und deutlich mehr bewachsen als die Jahre zuvor.

Zunächst habe ich mich gefragt, wie man diese Figur am besten säubert. Doch dann habe ich mich an die Sätze erinnert, die ich vor kurzem in "Buddhas Reden" gelesen habe. In einer Achtsamkeitsübung beschreibt Buddha sehr eingehend, dass sich ein buddhistischer Mönch jahrelang verwesende Körper vorstellen soll und dabei diese Vorstellung auf seinen eigenen Körper anwenden soll. Das hört sich etwa so an:

Dann stellt er [der Bhikku, also der Mönch] sich einen Leichnam vor, der auf dem Totenacker liegt und von Krähen und Geiern oder Schakalen angefressen ist und zieht darin die gleiche Anwendung auf seinen eigenen Körper.

Das ist noch eine der milden Beschreibungen. Für die zahlreichen Buddha-Figuren, die zu Dekorationszwecken auf den Balkonen unserer Städte stehen, könnten diese Äußerungen fatale folgen haben! Man könnte sich fragen, ob es überhaupt dem Buddhismus entspricht, seine Figur zu säubern. Vielleicht sollte man sie -- ähnlich wie sich die buddhistischen Mönche verwesende Körper vorstellen -- lieber dem Prozess des Zerfalls und der Verwesung überlassen und sich beim Betrachten der zerfallenen Figur die Vergänglichkeit der Welt vergegenwärtigen? Säubern oder nicht?

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