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Tobias Hölterhof - Philosophie und Medien
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Weblog von Tobias Hölterhof
Das Ende der Drucker Community?
Geschrieben am Sa, 04/10/2008 - 09:33 von Tobias HölterhofEine der meistbesuchten Seiten in meinem Blog ist die Canon-IP4200-Umbauanleitung, schon einige Male verlinkt aus diversen Foren. Unter dieser Umbauanleitung tummeln sich auch die meisten Kommentare. Nun muss ich leider mitteilen: Mein Canon-Drucker ist schon seit einigen Tagen über E-Bay verkauft -- und zwar mit defektem Druckkopf. Und um ehrlich zu sein: Der Drucker hat mich in der letzten Zeit auch viele Nerven gekostet. Der Patronenkauf besonders von alternativen Patronen ist durch die Chips so kompliziert geworden: Händler schreiben nicht dabei, ob sie Patronen mit oder ohne Chips verkaufen und immer wieder meldet der Drucker leere Patronen und man muss die Tintenkontrolle deaktivieren. Schließlich ist der Druckkopf eingetrocknet und beim Versuch ihn wieder zu reaktivieren habe ich ihn schließlich zerstört. Ein neuer Druckkopf ist beinahe so teuer wie ein neuer Drucker. Die Preisrelationen stimmen da nicht so ganz...
Die Finanzierungs- und Kundenbindungskonzepte über teure Patronen mit Chip und günstige Drucker sind für mich als Fan von offenen Standards und freier Software nicht nachvollziehbar. Man stelle sich vor, es gäbe nur eine (na gut: zwei oder drei wären auch ok) Patrone, die in alle Drucker passen würde... oder es gäbe die GPL-Patrone...
Nun eben der Chip auf der Patrone war das Hauptkriterium für den neuen Drucker, ebenso wie die Einsicht, dass sich teure Fotodrucker nicht lohnen, da ich die paar Fotos, die ich tatsächlich damit gedruckt habe, auch hätte woanders drucken können. Die Drogeriemärkte rüsten in diesem Bereich ja gerade auf. Der Druckerchannel ist da eine sehr gute Informationsquelle, denn hier findet man Infos zu den einzelnen Patronentypen Drucker und ob und wie man diese nachfüllen kann.
How to print using LevelOne Wireless WPS 9122 Printer Server with Ubuntu?
Geschrieben am Sa, 04/10/2008 - 08:46 von Tobias HölterhofAfter some tries and google searches I found a way to use the wireless printer server from LevelOne in Ubuntu. The following problems are known concerning this server especially in Ubuntu 8.04:
- The printer stops printing after a half or one page.
- Printer jobs do remain in the printer queue after the printing is completed and the job is printed again after the next boot of the computer.
- Some people have trouble installing the corresponding network printer.
To install the server you must pay attention that you choose a "LPD network printer" to be installed, and no IPP printer or other kinds of network printers. Even if the printer works perfect with IPP on Windows you will run into trouble with that protocol on Ubuntu. Then enter the IP address of your printer server as the host address and "lpt1" as the queue. If you use the actual version 8.04 of Ubuntu, there is a bug concerning LPD network printers and without a little workaround you won't even be able to print a testpage:
- Backup your /etc/sysctl.conf file
sudo cp /etc/sysctl.conf /etc/sysctl.conf.backup - Edit the file /etc/sysctl.conf with you favourite editor, for example with kate
sudo kate /etc/sysctl.conf - Add the following line to the end of the file and save the file
net.ipv4.tcp_frto = 0 - Execute this command to make the changes productive
sudo sysctl -p
Now your should be able to print to your printer using the printer server without problems.
Eindrücke von der ECER aus Göteborg
Geschrieben am Fr, 12/09/2008 - 08:18 von Tobias HölterhofHeute geht die ECER 2008 hier in Göteborg zu Ende. Bevor ich hier angekommen bin hatte ich keine Vorstellung davon, wie groß diese Konferenz ist. Zum Glück habe ich mich bereits am Dienstag Abend registriert. Am Mittwoch -- dem eigentlichen Beginn der Konferenz -- hätte das Stunden gedauert. Den Anspruch, "alles" zu besuchen, sollte man hier erst gar nicht haben: Es finden 40 Sessions gleichzeitig über mehrere Standorte in der Innenstadt statt!!!
Meine Präsentation gestern im Network "Philosophy of Education" ist gut angekommen. Sehr lustig waren die Reaktionen der Zuschauer zur dritten Folie, auf der ein Screenshot einer Fehlermeldung von Windows abgebildet ist: "Virtual memory too low" als Beispiel für einen technische Verwendung des Begriffs "virtuell". Alle wollten mich darauf aufmerksam machen, dass etwas mit meinem Rechner nicht stimmt! Die Virtualität ist heute so normal, dass sie kaum auffällt, kaum thematisiert wird. Nach einigen anregenden Fragen und Kommentaren zum Thema stand am Ende meiner Präsentation die Überlegung im Raum, inwiefern für die Thematisierung von "virtual learning" ein Konzept des Lernens notwendig ist. Dann folgte passenderweise die Präsentation von Barbara Platzer aus Dortmund über "Activities of Learning: A Rejection of a Concept of Learning Referring to Ludwig Wittgenstein". Darin argumentierte sie auf der Grundlage des späten Wittgenstein gegen den Anspruch, ein solches Konzept des Lernens geben zu wollen. Also auch inhaltlich war die Session gut abgestimmt und baute aufeinander auf. Zum Schluss wusste man weder, was "virtuell", noch was "lernen" bedeutet -- sprachphilosophische Kritik am Anspruch, die Welt auf einheitliche Konzepte zurückzuführen.
Tivoli und Phantasialand:Kann man das vergleichen?
Geschrieben am So, 24/08/2008 - 13:37 von Tobias HölterhofIn der letzten Woche war ich das erste Mal im Kopenhagener Tivoli. Sally O'Brian (die bereits erwähnte Autorin meines Reiseführers) beschreibt ihn als "entertainment park" und da liegt ein Vergleich mit dem mir bestens vertrauten Phantasialand natürlich nahe. Ich konnte beinahe keine Attraktion besuchen, ohne sie nachträglich in Phantasialand-Kategorien einzuordnen: So ist etwa "Minen" (Attraktion M im Tivoli-Plan) eine Mischung aus Hollywood-Tour und Silbermine. Aber je länger ich im Tivoli war -- man sollte sich schon ein paar Stunden Zeit nehmen -- desto mehr begann ich zu zweifeln, ob man diese beiden Parks überhaupt vergleichen kann? Die Dänen werden diesen Blog-Eintrages wahrscheinlich schon wegen des Titels indizieren. Den Tivoli gibt es in Kopenhagen nämlich seit 1843 und er ist ein unvergleichbares Nationalsymbol.
Aber liebe Dänen: man kann ihn vergleichen -- ein wenig zumindest. Zunächst zahlt man nicht, wie im Phantasialand, teure 31 EUR für Eintritt und Attraktionen, sondern noch teurere 38,21 EUR (285 DKK). Dabei ist im Tivoli aber der Eintritt von der Benutzung der Attraktionen getrennt. Die 285 DKK setzen sich demnach aus 85 DKK Eintritt zusammen und 200 DKK für ein "Multi-Ride-Ticket", mit dem man alle Rides einen Tag lang benutzen kann. Dieses Ticket lohnt sich bereits nach dem vierten Besuch der Achterbahn "Dæmonen". Ansonsten kann man mehrere Single-Ride-Tickets für je 20 DKK kaufen, drei Single-Ride-Tickets sind für einen Besuch der besagten Achterbahn notwendig.
Sören Kierkegaard in Gilleleje
Geschrieben am Mo, 18/08/2008 - 19:17 von Tobias HölterhofIm Norden der dänischen Insel Seeland liegt der Ort Gilleleje, der so bekannt ist, dass ihn Sally O'Brien -- Autorin des Lonly-Planet-Reiseführers für Copenhagen -- nicht einmal im Stichwortverzeichnis erwähnt. Dafür aber Hornbæk, das nur einige Kilometer weiter östlich liegt und einen sehr langen Küstenstreifen mit den angeblich besten Ständen der Nordküste besitzt. Also Gilleleje ist für O'Brien keinen Ausflug ab Kopenhagen wert und daran merkt man, dass Sie keine besondere Kierkegaard-Liebhaberin ist. Dafür gibt es im SKC aber umso mehr davon und das ist Grund genug für einen Ausflug nach Gilleleje.
In Gilleleje hat Kierkegaard eine der meistzitierten Stellen aus seinen Tagebüchern verfasst. Heute ist keine Einführung in die Existenzphilosophie mehr denkbar, ohne die folgenden -- im übrigen retorischen -- Fragen des gerade mal 22-Jährigen zu erwähnen:
"Es kommt darauf an, meine Bestimmung zu verstehen, zu sehen, was die Gottheit eigentlich will, daß ich tun solle; es gilt eine Wahrheit zu finden, die Wahrheit für mich ist, die Idee zu finden, für die ich leben und sterben will."
Unabhängig davon, ob dieser eine Eintrag wirklich den Beginn der Existenzphilosophie markiert oder nur die ganz normalen Fragen eines jungen Erwachsenen dokumentieren, war Gilleleje ein oftbesucher Erholungsort für Kierkegaard, an dem er viel Zeit verbrachte. Daher hat man auch einen Stein für ihn aufgestellt, der die Inschrift "Sören Kierkegaard" trägt. Jawohl, ich habe mich nicht verschrieben, es steht wirklich "Sören" mit deutschem Umlaut dort, nicht "Søren". Warum? Sehr merkwürdig! Leider haben wir keine Erklärung gefunden. Meine Vermutung: der Stein ist Made in Germany, und dort hat man kein "ø" auf der Tastatur.
Drei Wochen SKC....
Geschrieben am Fr, 08/08/2008 - 17:38 von Tobias HölterhofDrei Wochen bin ich nun schon hier am SKC, Zeit für einen Zwischenbericht. Was man hier eigentlich den ganzen Tag macht ist: schreiben. Einige Schreibtische für die Gäste und Gastforscher stehen, wie ich schon mal erwähnte, in der Kierkegaard-Bibliothek. Am dritten Schreibtisch sitze ich und zur Zeit ist außerdem noch eine argentinische Philosophin hier. In der Bibliothek ist gewissermaßen auch der beste Platz zum arbeiten, denn alle Bücher stehen nur wenige Schritte entfernt und man kann sie auf seinem Schreibtisch stapeln. Die Atmosphäre hier ist sehr gut zum arbeiten. In den letzten Wochen habe ich mehr Seiten geschrieben, als ich vor meiner Anreise gedacht hätte. Ich bin wirklich überrascht, wie zügig wissenschaftliches Arbeiten sein kann, wenn keine anderweitigen Termine, Arbeitstreffen oder ähnliches am Tag anstehen und die Literatur griffbereit vor Ort ist. So komme ich mittlerweile denn auch thematisch in meiner Arbeit an die Grenzen der Kierkegaard-Bibliothek, denn die deckt eben nur den einen Autor ab. Wie ich gehört habe soll es an der Hong Kierkegaard Library in Minnesota eine Abteilung mit "Related Authors" geben, die hier aber fehlt. So habe ich schon eine Kiste mit Büchern aus der Königlichen Natinalbibliothek von Dänemark bestellt, die praktischerweise auch ein bis zwei Tage später ins Forschungszentrum geliefert wird. Nicht zuletzt erfreue ich mich hier auch einer guten Betreuung. Ich muss dabei gestehen, dass ich einige Spezialitäten und Eigenheiten in der Kierkegaardforschung bisher noch nicht kannte.
Strände in und um Kopenhagen
Geschrieben am Fr, 08/08/2008 - 16:26 von Tobias HölterhofKopenhagen liegt am Meer und da liegt es nahe, den einen oder anderen Strand auszuprobieren:
- Amager Strandpark (Blau), U-Bahn M2 bis Øresund, Amager Strand oder Femøren: Der Park ist so lang, dass er gleich von drei U-Bahn-Haltestellen erreichbar ist. Neben der Meeresküste gibt es auch einen längeren Kanal, in dem man schwimmen kann. Liegen kann man am Sandstrand, auf der Wiese oder im angrenzenden Wald. Der Strand ist touristisch gut erschlossen (hier findet man z.B. auch eine Buddha-Lounge am Strand) aber -- wahrscheinlich wegen der guten Verkehrsanbindung und der zentalen Lage -- die Anlage wird auch gut besucht. Sonne bis ca. 20 Uhr
- Bellevue Beach (Rot), S-Bahn Linie C bis Klampenborg: Obwohl sich der Name vielversprechend anhört gefiel mir der Strand ehrlich gesagt nicht so gut. Er ist recht kurz und daher überlaufen. Hinter dem Strand gibt es aber Wiesen, auf die man ausweichen kann. Sonne bis ca. 20 Uhr.
- Charlottenlund (Grün), S-Bahn Linie C bis Charlottenlund: Dort, wo der Schlosspark das Meer trifft, liegt dieser sehr schöne und grüne Strand. Es gibt mehr Wiese als Sand, dafür entschädigt aber das Ambiente: Schloss, Kaffee und Stege. Der Strand ist nicht so groß wie der Amager Strandpark. Die Sonne bis ca. 20 Uhr, dann geht sie hinter den Bäumen unter.
- Brøndby Strandpark (Gelb), S-Bahn Linie A bis Brøndby-Strand: Leider wird der Strand von kaum einem Reiseführer erwähnt, ich habe ihn über Google-Earth entdeckt. Vielleicht weil es ein Vorort von Kopenhangen ist? Die Anlage ist aber sehr schön, hinter küstennahen Seen gelegen und so groß, dass auch am Wochenende noch Platz bleibt. Schatten spenden zwischen den Dünen ein paar Gräser mit zirpsenden Grillen. Sonne bis zum Sonnenuntergang.
Hier Strände in der weiteren Umgebung von Kopenhagen/Seeland:
Linux auf einem Tablet: HP Pavilion tx2000 unter Ubuntu
Geschrieben am Di, 05/08/2008 - 21:46 von Tobias HölterhofNachdem Neals auf meinen letzten Blog-Eintrag zum HP-Notebook gefrage hat, was denn nun aus Ubuntu auf dem tx2050eg geworden sei, wird es Zeit für ein Update zum Thema.
Mein Eindruck insgesamt zu Ubuntu auf einem Tablet-PC ist, dass Ubuntu mit den weiter unten genannten Tools genauso geschickt ohne Tastatur bedient werden kann, wie Windows. Die Vorteile gegenüber Windows sind zunächst allgemeiner Natur: Es läuft schneller und es läuft die 64-Bit-Version. Meine persönliche Killer-Application, die ich häufig verwendet und die auch in dieser Weise nur unter Ubuntu so reibungslos funktioniert, ist das Bekritzeln von PDF-Dokumenten, etwa eingescannte Artikel etc. Der Vorteil von Ubuntu ist hier die PDF-Unterstüzung: PDFs können überall einfach über Datei-Öffnen importiert und exportiert werden, bei Windows Journal ist das nicht so einfach. Der Nachteil von Ubuntu auf einem Tablet ist, dass es nicht so speziell auf Tablets abgestimmt ist wie Windows. Ich vermisse beispielsweise in Openoffice eine Funktion, mit dem man in ein Dokument handschriftliche Kommentare einbinden kann.
Zimmer mit Balkon
Geschrieben am So, 20/07/2008 - 16:13 von Tobias HölterhofSeit gestern bin ich wieder in Kopenhagen, der zweite Teil meines Aufenthaltes am Søren-Kierkegaard-Forschungszentrum beginnt. Nach einem anstrengenden und eindrucksreichen Anreisetage sitze ich heute in einer Bagel-Bar und werde gleich den Turm der Marmorkirke (aka. Frederikskirken) besteigen.
Die Anreise begann damit, dass am Check-In mein Gepäck angeblich zu schwer sei: um 9 kg. Nach einem klärenden Gespräch und dem Nachweis meiner genauen Aufenthaltsdauer stellte sich heraus, dass ich ein Kilo weniger gepackt hatte als ich hätte können. Für die Fluggesellschaft also weiter kein Probelm, aber für meine Reisetasche! Die wirkte nämlich bereits in Deutschland ziemlich überladen. Entgegen schlimmerer Befürchtungen meisterte sie den Flug -- aber nicht die weitere Reise.
Späte Diskussion um Drupal und Typo3
Geschrieben am Fr, 13/06/2008 - 14:37 von Tobias HölterhofVor zwei Jahren habe ich einen Blogbeitrag über die Content-Management-Systeme Drupal und Typo3 auf der Webseiten der Mediendidaktik der Uni-Duisburg-Essen geschrieben. Jetzt, zwei Jahre nach dem Veröffentlichen dieses Beitrages, wird dieser Beitrag in der Community diskutiert. Schade nur, dass dieses Feedback nicht vor zwei Jahren kam: vielleicht wäre meine Einreichung zu dem Thema bei der GMW-Tagung dann anders ausgefallen...
(c) 2007 Tobias Hölterhof | CMS Drupal | Layout basiert auf Abac von Artinet
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