Digitales Erzählen

Geschrieben am 06.12.2007

Am Montag und Dienstag war ich in Innsbruck auf der Tagung „Storrytelling Media-theoretical Reflections in the Age of Digitalization“. Spannend fand ich vor allem die Spanne der beteiligten Fächer: von Didaktik bis hin zu Geschichte und Kunst. Dabei sind die Themen der Geschichte zwar etwas „unkonvetionell“ für Web-Freaks: Inwieweit sind Blog-Einträge „authentisch“ im Sinne einer historischen Quelle? Aber gerade an diesem Punkt wird deutlich, dass diese Technik etwas verändert, dass sich etwas bewegt.

Was mich noch beschäftigt ist der pragmatische Gedanke von Siegfried J. Schmidt, den Begriff „Medien“ immer an ein technisches Dispositiv zu binden. Dadurch wird die Verbindung zwischen Medien und Technik deutlich. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich keine kritische Stimme zu „Web 2.0“ gehört habe. Es scheint als sei „Web 2.0“ als ein Ausreizen der Möglichkeiten des Internet akzeptiert.

comments powered by Disqus

Weitere Blog-Einträge:

Schopenhauer und der Willensakt

Geschrieben am 17.09.2007

Der „Wille“ ist ein großer Begriff in der Philosophie Schopenhauers. Der Wille ist das Ding an sich, das was hinter der Wahrnehmung steht. An einem Gegenstand wird er so deutlich, wie sonst nirgends: am eigenen Körper. An ihm geschieht der Übergang vom Ding an sich in unsere Vorstellungen. Der entscheidende „Moment“ dabei ist der Willensakt: „Denn bei jedem Hervortreten eines Willensaktes aus der dunklen Tiefe unseres Inneren in das erkennende Bewußtseyn geschieht ein unmittelbarer Uebergang des außer der Zeit liegenden Dinges an sich in die Erscheinung“ (WWV2, Kap.