Drei Wochen SKC....

Geschrieben am 08.08.2008

Drei Wochen bin ich nun schon hier am SKC, Zeit für einen Zwischenbericht. Was man hier eigentlich den ganzen Tag macht ist: schreiben. Einige Schreibtische für die Gäste und Gastforscher stehen, wie ich schon mal erwähnte, in der Kierkegaard-Bibliothek. Am dritten Schreibtisch sitze ich und zur Zeit ist außerdem noch eine argentinische Philosophin hier. In der Bibliothek ist gewissermaßen auch der beste Platz zum arbeiten, denn alle Bücher stehen nur wenige Schritte entfernt und man kann sie auf seinem Schreibtisch stapeln. Die Atmosphäre hier ist sehr gut zum arbeiten. In den letzten Wochen habe ich mehr Seiten geschrieben, als ich vor meiner Anreise gedacht hätte. Ich bin wirklich überrascht, wie zügig wissenschaftliches Arbeiten sein kann, wenn keine anderweitigen Termine, Arbeitstreffen oder ähnliches am Tag anstehen und die Literatur griffbereit vor Ort ist. So komme ich mittlerweile denn auch thematisch in meiner Arbeit an die Grenzen der Kierkegaard-Bibliothek, denn die deckt eben nur den einen Autor ab. Wie ich gehört habe soll es an der Hong Kierkegaard Library in Minnesota eine Abteilung mit “Related Authors” geben, die hier aber fehlt. So habe ich schon eine Kiste mit Büchern aus der Königlichen Natinalbibliothek von Dänemark bestellt, die praktischerweise auch ein bis zwei Tage später ins Forschungszentrum geliefert wird. Nicht zuletzt erfreue ich mich hier auch einer guten Betreuung. Ich muss dabei gestehen, dass ich einige Spezialitäten und Eigenheiten in der Kierkegaardforschung bisher noch nicht kannte.

Ein paar Anekdoten aus dem Forschungszentrum kenne ich inzwischen auch. So kann man z.B. die Nationalität einer Person ganz einfach daran herausfinden, was für ein Dänischwörterbuch auf dem Schreibtisch liegt: Dansk-tysk, Dansk-italiensk, etc.

Ebenso ist es eine Herausforderung, Milch für den Kaffee im Kühlschrank aufzubewahren. Ich bin da wirklich nicht kleinlich, aber eine neue Packung ist innerhalb weniger Minuten leergetrunken – natürlich von unbekannten Personen. Inzwischen haben wir uns da zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen.

In den kommenden Wochen stehen aber dennoch ein paar Termine an: vom 12. bis zum 15. August findet das Research-Seminar des Zentrums statt, dann gibt es einen Betriebsausflug. Das Wetter hier in Kopenhagen ist im Moment leider nicht mehr so gut und wechselhaft. Die ersten beiden Wochen waren sehr schön, vielleicht ändert sich das auch wieder.

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Nachdem Neals auf meinen letzten Blog-Eintrag zum HP-Notebook gefragt hat, was denn nun aus Ubuntu auf dem tx2050eg geworden sei, wird es Zeit für ein Update zum Thema. Mein Eindruck zu Ubuntu auf einem Tablet-PC ist, dass Ubuntu mit den weiter unten genannten Tools genauso geschickt ohne Tastatur bedient werden kann, wie Windows. Die Vorteile gegenüber Windows sind zunächst allgemeiner Natur: Es läuft schneller und es läuft die 64-Bit-Version. Meine persönliche Killer-Application, die ich häufig verwendet und die auch in dieser Weise nur unter Ubuntu so reibungslos funktioniert, ist das Bekritzeln von PDF-Dokumenten, etwa eingescannte Artikel etc.