Die Zukunft ist schwarz!

Geschrieben am 17.12.2008

Wer die neue Kubuntu-Version 8.10 installiert, sieht schwarz! Die unter dem Codenamen „Intrepid Ibex“ geführte Version kommt nämlich mit KDE 4 daher, welches in schwarzer Optik eine neue Desktop-Philosophie umsetzt, so in etwa versteht sich der neue Plasma-Desktop. Auslöser für diese Veränderung ist die Beobachtung, dass sich der Desktop unserer Rechner seit 1984 nicht wesentlich verändert hat. Grob gesagt folgt die KDE damit einer Entwicklung, die auch Windows Vista durchmacht: dort gibt es eine Sidebar mit sogenannten „Minianwendungen“. Während bei Windows hingegen der gesamte übrige Desktop weiterhin eine Ablage für Ordner und Dateien ist, packt die KDE diese Ablage auch in eine „Minianwendung“. Fortan hat man einen transparenten Rahmen auf dem Bildschirm mit dem Titel „Arbeitsplatz“, in dem die Dateien und Ordner erscheinen, die man zuvor auf dem gesamten Desktop verteilt hat.

Völlig neu sind diese Änderungen nicht, mir scheinen sie viel eher die Portal-Technologie aufzugreifen und den Desktop als Portal zu begreifen. Aber die Beobachtung der Plasma-Entwickler ist treffend: der Desktop hat sich tatsächlich kaum verändert. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass man den Desktop eigentlich kaum sieht? Spannend ist außerdem, wie der Gnome-Desktop mit dieser Entwicklung umgehen wird.

Leider sieht man mit Intrepid Ibex noch auf einer ganz anderen Weise schwarz. Mir erscheint dieses Release als sehr instabiel und nicht ausgereift. Ich empfehle daher, bei 8.04 zu bleiben. Zahlreiche Harware wird nicht erkannt (WLAN-Karten, Bluetooth-Sticks etc.), die unter (K)ubuntu 8.04 noch erkannt wurde. Das ist sehr ärgerlich! Einziger Lichtblick: Suspend-To-Disk funktioniert nun auf meinem Laptop.