Unbenutztes Zitat zu verschenken!

Geschrieben am 29.12.2009

Gerade überarbeite ich meine Dissertation. Dabei fallen natürlich auch hier und dort ein paar Textstellen weg. Schweren Herzens muss man sich derart von so mancher Kreation oder Entdeckung trennen. Dieses Zitat habe ich im Kapitel über Nietzsche immer weiter nach hinten verschoben… bis das Kapitel fast fertig ist und das Zitat noch immer keinen Platz gefunden hat. Ich glaube, dass ist ein sicheres Zeichen, dass ich es nicht mehr brauche. Es ist also unbenutzt. Da ich es aber sehr schön finde, will ich es nicht einfach der DEL-Taste als Fraß vorwerfen. Deswegen schreibe ich es hier hin:

Mit der »Wahrheit«, mit dem Suchen der Wahrheit hat es etwas auf sich; und wenn der Mensch es dabei gar zu menschlich treibt – il ne cherche le vrai que pour faire le bien– ich wette, er findet nichts! (KGW VI2, S. 50, JGB §35)

Vielleicht kann es ja jemand gebrauchen? Geschenk ohne Umtausch oder Erstattung!

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Google Books für die Rekonstruktion klassischer Kommentare – oder: Schopenhauer liest Leibniz

Geschrieben am 20.11.2009

Die Google-Buchsuche findet zu mancher Suchanfrage eine Vielzahl von sehr alten Büchern, die Google in seinem Digitalisierungsprojekt einscannt. Besonders wenn es um wissenschaftliches Arbeiten mit dem Nachlass klassischer Autoren geht, sind diese alten Bücher sehr wertvoll. In den letzten Monaten habe ich das an einem Beispiel erfahren. Zu Arthur Schopenhauer gibt es von Arthur Hübscher eine Ausgabe seines handschriftlichen Nachlasses, in dem die Bücher seiner privaten Bibliothek aufgeführt sind. Hübscher hat diesem Katalog einen eigenen Band gewidmet und alle Randnotizen, die Schopenhauer in seine Bücher gekritzelt hat, mit Seitenzahl wiedergegeben.