Synchronisation von Dateien mit Unison

Geschrieben am 19.02.2010

Unison ist ein Programm für Windows, Mac und Linux, mit dem man Dateien über mehrere Orte Synchronisieren kann. Dabei sind mehrere Einsatzszenarien möglich: Unsion kann etwa für das einfache Backup eines Desktop-Rechners auf eine USB-Festplatte verwendet werden, als Alternative für Dienste wie Dropbox oder Ubuntu-One oder für die Synchronisation mehrerer Rechner mit einer Netzwerkfestplatte. Das Programm ist Open-Source und besitzt eine grafische Benutzungsoberfläche.

Die Synchronisation kann über folgende Wege erfolgen: * Von einer lokalen Festplatte auf eine andere, z.B. einen USB-Stick oder eine Netzwerkressource, die als lokale Festplatte eingebunden ist. * Von einer lokalen Festplatte zu einem Unison-Server, hierzu muss auf dem entfernten Rechner Unison im Server-Modus gestartet sein. * Von einer lokalen Festplatte über SSH zu einer Netzwerkressource, auf der Unison in der selben Version installiert ist, wie sie auf dem lokalen Rechner läuft. In der Windows-Version muss für diese Variante ein SSH-Client auf dem lokalen Rechner installiert sein, z.B. dieser. * Außerdem soll Unison seit der Version 2.3.12 direkt auf Windows-Freigaben zugreifen und die lokale Festplatte hiermit synchronisieren können.

Um mehrere Rechner mit einer Netzwerkressource zu synchronisieren, muss Unison auf allen Rechnern installiert sein. Nachdem man an einem Rechner gearbeitet hat, startet man dort Unison und wirft den Synchronisationsprozess an. Ehe man an einem anderen Rechner mit der Arbeit beginnt, muss man dort ebenfalls eine Synchronisation durchführen. Im Konfliktfall fragt Unsion nach, was mit einer an beiden Stellen geänderten Datei zu tun ist. An diesem Szenario gefällt mir besonders, dass im Gegensatz zum direkten Arbeiten auf einer Netzwerkplatte auch offline die Daten verfügbar sind und gleichzeitig ein “Backup” aller Daten auf mehreren Rechnern vorhanden ist (“Backup” ist hier natürlich nicht ganz richtig, wie dieser Blog-Eintrag klarstellt).

Ich verwende Unison unter Ubuntu, die Pakete sind über den Paketmanager installierbar. Als Netzwerkplatte kommt ein virtueller File-Server von Turnkey zum Einsatz, auf dem Unison installiert ist. Ich synchronisiere mehrere Desktop-Rechner mit dem Fileserver und habe außerdem einen Online-Zugang zur Synchronisationsquelle über Webbrowser und PDA. Anstatt des File-Servers habe ich auch einen BSCW-Server ausprobiert, den ich via Webdav unter Ubuntu als lokale Festplatte eingebunden habe. Diese Variante ist vielversprechend, war aber in der Praxis zu langsam.

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