Symposium Existenzphilosophie und Ethik (FU Berlin)

Geschrieben am 15.03.2011

Wie sieht eine Ethik auf der Grundlage der Existenzphilosophie aus, was zeichnet sie aus? So könnte man das Thema des Symposiums “Existenzphilosophie und Ethik” in einem Satz zusammenfassen, das schon vor über einer Woche an der FU Berlin zuende ging. Interessant ist diese Frage nicht nur vor dem Hintergrund der Aufmerksamkeit, die Vertreterinnen und Vertreter der Existenzphilosophie wie Sören Kierkegaard, Jean Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Hannah Arendt oder Martin Heidegger auf sich gezogen haben und auf sich siehen. Auch die Grundbegriffe der Existenzphilosophie sind hinsichtlich einer Ethik nicht selbstverständlich. Schließt etwa die radikale Freiheit, sich aus seiner Existenz heraus zu verstehen, von vorne herein Normativität aus? Was sind Rahmenbedinungen einer existenziellen Ethik vor dem Hintergrund der durchaus unterschiedlichen Philosophien der Existenz.

Das Symposium näherte sich diesen Fragen in drei Schritten. Zunächst ging es um die Darstellung der Existenzphilosophie in der Auseinandersetzung zu traditionellen Ethiken. Sodann konzentrierten sich die Vorträge auf Rahmendebindungen und Aspekte, die eine Ethik des Existenzphilosophie auszeichnet oder auszeichnen könnte. Schließlich waren konkreten Wert der Existenzphilosophie Thema des dritten Tages, unter anderem gab es auch einem Vortrag zur Frage, ob es sich dabei tatsächlich um Werte handelt oder nicht eher um Unwerte.

Zu nennen ist als Wert, der in der Existemzphilosophie häufig angesprochen wird, die Authentizität. Das war auch der Grund, weshalb mich das Symposium so sehr interessiert hat – natürlich neben den ganzen Existenzialisten, mit denen ich mich in meiner Dissertation beschäftige.

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