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Philosophie

European Conference on Educational Research (ECER 2008)

Schlagworte:
Mein Beitrag: 
Philosophical Aspects of Virtual Learning
Datum: 
Donnerstag, 11. September 2008
Ort: 
Gothenburg, Sweden

Please find here my presentation on the European Conference on Educational Research (ECER) 2008. Click here and scoll down to download this presentation and for further informations. You can also leave a comment.

Wie stoisch ist Schopenhauer?

Auf den ersten Blick scheinen sie unvereinbar: der Pessimist Schopenhauer und der Stoiker Epiktet. Für beide ist der Leidensbegriff zentral in ihrer Philosophie, aber beide kommen zu unterschiedlichen Auffassungen. Für Epiktet ist alles Leiden der Welt nur eine Frage der Einstellung: man kann leben ohne zu leiden. Für Schopenhauer hingegen ist das Leiden das Positive und Glück nur die kurzzeitige Abwesenheit des Leidens: das Leben ist wesentlich Leiden.

Gleich am Anfang der "Welt als Wille und Vorstellung" schreibt Schopenhauer über die stoische Philosophie:

Wann hat Schopenhauer was veröffentlicht?

Die folgende Zeitleiste veranschaulicht die erste Veröffentlichung oder erweiterte Neuauflage eines Buches von Arthur Schopenhauer zu seinen Lebzeiten:

Schopenhauer und der Willensakt

Der "Wille" ist ein großer Begriff in der Philosophie Schopenhauers. Der Wille ist das Ding an sich, das was hinter der Wahrnehmung steht. An einem Gegenstand wird er so deutlich, wie sonst nirgends: am eigenen Körper. An ihm geschieht der Übergang vom Ding an sich in unsere Vorstellungen. Der entscheidende "Moment" dabei ist der Willensakt:

"Denn bei jedem Hervortreten eines Willensaktes aus der dunklen Tiefe unseres Inneren in das erkennende Bewußtseyn geschieht ein unmittelbarer Uebergang des außer der Zeit liegenden Dinges an sich in die Erscheinung" (WWV2, Kap. 18).

Aber wie kann man dieses Zitat verstehen? Ganz unförmlich könnte man zunächst vermuten: Immer wenn der Wille einen Akt verursacht, geschieht ein Übergang vom Ding an sich in die Wahrnehmbarkeit. Aber so einfach ist der Zusammenhang nicht. Schopenhauer hat ein ganzes Buch über Gründe und Verursachung geschrieben und grenzt diesen Übergang explizit an mehreren Stellen von einer "Ursächlichkeit" ab. Der Wille ist keine Ursache für einen Willensakt. Wie ist das zu verstehen?

Verzögerungen im Betriebsablauf

Wer viel mit der Bahn fährt wird die Ansage wahrscheinlich kennen: "Wegen Verzögerungen im Betriebsablauf wird sich die Abfahrt von Zug x um y Minuten verspäten".

Ich bin der Meinung, bei dieser Ansage handelt es sich eigentlich um eine Tautologie! Formulieren wir den hier diskutierten Satz als eine Wenn-Dann-Aussage, lautet er folgendermaßen: "Wenn Verzögerungen im Betriebsablauf vorliegen, dann verspätet sich ein Zug". Eine Tautologie ist in der Logik ein Satz, der unabhängig vom Zustand der Welt stets wahr ist. Ich behaupte nun, dieser Satz hat nicht die suggerierte logische Form "p -> q", sondern "p -> p". Demnach könnte man auch sagen: "Wenn sich ein Zug verspätet, dann verspätet sich ein Zug". Die Wenn-Dann-Aussage ist stets wahr, unabhängig davon, ob eine Verzögerung oder eine Verspätung vorliegt. Für die Ansage bedeutet dies: Es wird nichts Erklärt.

Die Stellung des Menschen im Kosmos

Schlagworte:
Autor/in: 
Scheler, Max
Erste Veröffentlichung: 
1928. Zuvor 1927 in: Der Leuchter

Scheler entwickelt eine Stufenfolge des psychophysischen Seins, in der den Tieren und den Pflanzen die Wesensformen Gefühlsdrangs, Instinkt, assoziatives Gedächtnis und praktische Intelligenz zukommen. Diese Formen betreffen sowohl das äußerliche, behavioristische Verhalten, wie auch das Innensein der Lebewesen. Der Mensch unterscheidet sich wesentlich von Tieren und Pflanzen durch seinen Geist. Unter "Geist" versteht Scheler das ideierende, vergegenständlichende Vermögen im Menschen. Der Geist jedoch ist das gegensätzliche Prinzip zum Leben.

Menschliches, Allzumenschliches

Schlagworte:
Autor/in: 
Nietzsche, Friedrich
Erste Veröffentlichung: 
1878
Bild: 
nietzsche-ma.jpg

Nietzsche betrachtet das Weltgeschehen als notwendig. Daraus folgt auch die Determination des menschlichen Verhaltens. Diesen Punkt baut Nietzsche zu einer Kritik der Schuld aus: Es ist unsinnig jemanden für ein Verhalten verantwortlich zu machen, wenn es keinen freien Willen gibt. Nietzsche redet von der "Unschuld des Werdens".

Egoshooter und Nietzsche

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Nach dem Amoklauf in Emsdetten ist die Diskussion um das Verbot von Egoshootern wieder aufgekommen. Da ich gedrade im Rahmen meiner Dissertation über Nietzsche arbeite, sind mir zwei Gedanken in den Sinn gekommen, was Nietzsches Philosophie zu dieser Disskusion beitragen könnte:

Friedrich Nietzsche's Schriften

Schlagworte:

Dieses Verzeichnis ist der Erstausgabe von "Jenseits von Gut und Böse" beigefügt:

Das Interessante daran ist die Ankündigung des Buches "Der Wille zur Macht". Nietzsche hat dieses Buch geplant, zu seinen Lebzeiten jedoch nie herausgegeben. Im August 1888 gibt er das Vorhaben dieses Buches endgültig auf. Das Material verwendet er u.a. in seinen Werken "Götzendämmerung" und "Der Antichrist".

Friedrich Nietzsches Träume

Schlagworte:

In seiner Jugend hatte Nietzsche mindestens zwei prägende Träume:

  1. Wie er an mehreren Stellen schreibt, hat er vor dem Tod seines jüngeren Bruders Joseph geträumt, sein Vater würde sich aus dem Grab erheben und ihn mitnehmen.
  2. In sein Tagebuch schreibt er im August 1859: er habe geträumt, eine Schlange hätte sich um seine Beine gewickelt, wo er tatsächlich Nachts ein Band um die Füße trug.
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