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Schopenhauer
Arthur Schopenhauer
Geschrieben am Sa, 22/09/2007 - 09:48 von Tobias Hölterhof
† 21.09.1860 in Franfurt am Main
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Wie stoisch ist Schopenhauer?
Geschrieben am Fr, 09/05/2008 - 17:27 von Tobias HölterhofAuf den ersten Blick scheinen sie unvereinbar: der Pessimist Schopenhauer und der Stoiker Epiktet. Für beide ist der Leidensbegriff zentral in ihrer Philosophie, aber beide kommen zu unterschiedlichen Auffassungen. Für Epiktet ist alles Leiden der Welt nur eine Frage der Einstellung: man kann leben ohne zu leiden. Für Schopenhauer hingegen ist das Leiden das Positive und Glück nur die kurzzeitige Abwesenheit des Leidens: das Leben ist wesentlich Leiden.
Gleich am Anfang der "Welt als Wille und Vorstellung" schreibt Schopenhauer über die stoische Philosophie:
Wann hat Schopenhauer was veröffentlicht?
Geschrieben am Sa, 22/09/2007 - 09:53 von Tobias HölterhofDie folgende Zeitleiste veranschaulicht die erste Veröffentlichung oder erweiterte Neuauflage eines Buches von Arthur Schopenhauer zu seinen Lebzeiten:

Schopenhauer und der Willensakt
Geschrieben am Mo, 17/09/2007 - 19:34 von Tobias HölterhofDer "Wille" ist ein großer Begriff in der Philosophie Schopenhauers. Der Wille ist das Ding an sich, das was hinter der Wahrnehmung steht. An einem Gegenstand wird er so deutlich, wie sonst nirgends: am eigenen Körper. An ihm geschieht der Übergang vom Ding an sich in unsere Vorstellungen. Der entscheidende "Moment" dabei ist der Willensakt:
"Denn bei jedem Hervortreten eines Willensaktes aus der dunklen Tiefe unseres Inneren in das erkennende Bewußtseyn geschieht ein unmittelbarer Uebergang des außer der Zeit liegenden Dinges an sich in die Erscheinung" (WWV2, Kap. 18).
Aber wie kann man dieses Zitat verstehen? Ganz unförmlich könnte man zunächst vermuten: Immer wenn der Wille einen Akt verursacht, geschieht ein Übergang vom Ding an sich in die Wahrnehmbarkeit. Aber so einfach ist der Zusammenhang nicht. Schopenhauer hat ein ganzes Buch über Gründe und Verursachung geschrieben und grenzt diesen Übergang explizit an mehreren Stellen von einer "Ursächlichkeit" ab. Der Wille ist keine Ursache für einen Willensakt. Wie ist das zu verstehen?
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