Die existenzielle Wende. Impulse einer philosophischen Idee für die Medienpädagogik

Veröffentlicht im Jahr 2017
Zitation:
Hölterhof, Tobias (2017): „Die existenzielle Wende. Impulse einer philosophischen Idee für die Medienpädagogik“. In: Aßmann, Sandra; Moormann, Peter; Nimmerfall, Karina; u. a. (Hrsg.) Wenden: Interdisziplinäre Perspektiven auf das Phänomen turn. Wiesbaden: Springer, S. 201–217. — ISBN: 978-3-658-14804-1

Die Existenzphilosophie kann als eine Wende im philosophischen Denken des 19. und 20. Jahrhunderts dargestellt werden. Ausgehend von der Nachzeichnung einer solchen Wende über die Philosophien von Sören Kierkegaard, Martin Heidegger, Jean-Paul Sartre und Karl Jaspers, aber auch ihrer pädagogischen Ausläufer, wie sie etwa bei Theodor Ballauff und Otto Friedrich Bollnow zu finden sind, werden ihre pädagogischen Impulse für die Medienpädagogik herausgestellt. Hiermit stellt der Beitrag eine moderne Form der Annäherung pädagogischen Denkens an die Existenzphilosophie vor. Für Bollnow muss die Existenzphilosophie überwunden werden, um sich aus einer pädagogischen Perspektive mit ihr beschäftigen zu können. Die hier vorgeschlagene Annäherung möchte die Idee der Existenz nicht weiter überwinden, sondern zieht sie zur Erhellung des Problemhorizontes pädagogischen Handelns heran. Mit Blick auf Medienbildung und Lernen mit Medien werden existenzielle Aspekte vorgestellt, sodass Impulse für das pädagogische Handeln und Forschen in und mit Medien entwickelt werden können.