Deutsche und Internationale Zitationsnetzwerke in der Mediendidaktik

Gehalten am 20.03.2018 in Essen
Vortragende:
Hölterhof, Tobias; Rehm, Martin
Form:
Tagungsbeitrag
Ereignis:
26. Konress „Bewegungen“
Organisation:
Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

 

Zitationen sind formalisierte, explizite (inhaltliche) Zusammenhänge zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten (Garfield, 1979, S. 1). Die Anzahl der Zitationen eines bestimmten Artikels sug- geriert, dass dieser eine bestimmte Diskussionsgrundlage und eventuell auch Akzeptanz in der Forschungsgemeinde erfährt. Basierend auf diesen Informationen lassen sich Zitationsnetzwerke erstellen, welche es ermöglichen die Autoren der Publikationen zu erfassen und die entstehende (inhaltli- che) Diskussion zu kartieren (vgl. Griffith, Small, Stonehill, & Dey, 1974; de Solla Price, 1963). Im Vergleich zu anderen bibliometrischen Methoden, werden bei (Ko-)Zitationsnetzwerken Themenschwerpunkte durch Forscher (-Cluster) repräsentiert, die miteinander verbunden sind und möglichen (inhaltliche) Nähe und Zusammenhänge aufzeigen (vgl. Garfield, 2006). Basierend auf diesen Netzwerken kann man dann aus den gesammelten Publikationen Schlagwörter extrahieren und diese dann in Relation mit den Autoren bringen. So entstehen dynamische Karten, welche die Forschungs- landschaft kartieren und aufzeigen welche Autoren welche Rolle und Positionen in der entsprechenden Diskussion ausfüllen. Neben ersten Ergebnissen aus dem Feld der mediendidaktischen Forschung, wird die Frage thematisiert, ob – und wenn ja – welche Rolle diese Art der Visualisierung und Analyse von Forschung selbst spielt und was dessen Beitrag zur Forschung sein kann.