Benutzeranmeldung
hoelterhof.net
Tobias Hölterhof - Philosophie und Medien
Schlagworte
Reklame
Kopenhagen
Tivoli und Phantasialand:Kann man das vergleichen?
Geschrieben am So, 24/08/2008 - 13:37 von Tobias HölterhofIn der letzten Woche war ich das erste Mal im Kopenhagener Tivoli. Sally O'Brian (die bereits erwähnte Autorin meines Reiseführers) beschreibt ihn als "entertainment park" und da liegt ein Vergleich mit dem mir bestens vertrauten Phantasialand natürlich nahe. Ich konnte beinahe keine Attraktion besuchen, ohne sie nachträglich in Phantasialand-Kategorien einzuordnen: So ist etwa "Minen" (Attraktion M im Tivoli-Plan) eine Mischung aus Hollywood-Tour und Silbermine. Aber je länger ich im Tivoli war -- man sollte sich schon ein paar Stunden Zeit nehmen -- desto mehr begann ich zu zweifeln, ob man diese beiden Parks überhaupt vergleichen kann? Die Dänen werden diesen Blog-Eintrages wahrscheinlich schon wegen des Titels indizieren. Den Tivoli gibt es in Kopenhagen nämlich seit 1843 und er ist ein unvergleichbares Nationalsymbol.
Aber liebe Dänen: man kann ihn vergleichen -- ein wenig zumindest. Zunächst zahlt man nicht, wie im Phantasialand, teure 31 EUR für Eintritt und Attraktionen, sondern noch teurere 38,21 EUR (285 DKK). Dabei ist im Tivoli aber der Eintritt von der Benutzung der Attraktionen getrennt. Die 285 DKK setzen sich demnach aus 85 DKK Eintritt zusammen und 200 DKK für ein "Multi-Ride-Ticket", mit dem man alle Rides einen Tag lang benutzen kann. Dieses Ticket lohnt sich bereits nach dem vierten Besuch der Achterbahn "Dæmonen". Ansonsten kann man mehrere Single-Ride-Tickets für je 20 DKK kaufen, drei Single-Ride-Tickets sind für einen Besuch der besagten Achterbahn notwendig.
Sören Kierkegaard in Gilleleje
Geschrieben am Mo, 18/08/2008 - 19:17 von Tobias HölterhofIm Norden der dänischen Insel Seeland liegt der Ort Gilleleje, der so bekannt ist, dass ihn Sally O'Brien -- Autorin des Lonly-Planet-Reiseführers für Copenhagen -- nicht einmal im Stichwortverzeichnis erwähnt. Dafür aber Hornbæk, das nur einige Kilometer weiter östlich liegt und einen sehr langen Küstenstreifen mit den angeblich besten Ständen der Nordküste besitzt. Also Gilleleje ist für O'Brien keinen Ausflug ab Kopenhagen wert und daran merkt man, dass Sie keine besondere Kierkegaard-Liebhaberin ist. Dafür gibt es im SKC aber umso mehr davon und das ist Grund genug für einen Ausflug nach Gilleleje.
In Gilleleje hat Kierkegaard eine der meistzitierten Stellen aus seinen Tagebüchern verfasst. Heute ist keine Einführung in die Existenzphilosophie mehr denkbar, ohne die folgenden -- im übrigen retorischen -- Fragen des gerade mal 22-Jährigen zu erwähnen:
"Es kommt darauf an, meine Bestimmung zu verstehen, zu sehen, was die Gottheit eigentlich will, daß ich tun solle; es gilt eine Wahrheit zu finden, die Wahrheit für mich ist, die Idee zu finden, für die ich leben und sterben will."
Unabhängig davon, ob dieser eine Eintrag wirklich den Beginn der Existenzphilosophie markiert oder nur die ganz normalen Fragen eines jungen Erwachsenen dokumentieren, war Gilleleje ein oftbesucher Erholungsort für Kierkegaard, an dem er viel Zeit verbrachte. Daher hat man auch einen Stein für ihn aufgestellt, der die Inschrift "Sören Kierkegaard" trägt. Jawohl, ich habe mich nicht verschrieben, es steht wirklich "Sören" mit deutschem Umlaut dort, nicht "Søren". Warum? Sehr merkwürdig! Leider haben wir keine Erklärung gefunden. Meine Vermutung: der Stein ist Made in Germany, und dort hat man kein "ø" auf der Tastatur.
Drei Wochen SKC....
Geschrieben am Fr, 08/08/2008 - 17:38 von Tobias HölterhofDrei Wochen bin ich nun schon hier am SKC, Zeit für einen Zwischenbericht. Was man hier eigentlich den ganzen Tag macht ist: schreiben. Einige Schreibtische für die Gäste und Gastforscher stehen, wie ich schon mal erwähnte, in der Kierkegaard-Bibliothek. Am dritten Schreibtisch sitze ich und zur Zeit ist außerdem noch eine argentinische Philosophin hier. In der Bibliothek ist gewissermaßen auch der beste Platz zum arbeiten, denn alle Bücher stehen nur wenige Schritte entfernt und man kann sie auf seinem Schreibtisch stapeln. Die Atmosphäre hier ist sehr gut zum arbeiten. In den letzten Wochen habe ich mehr Seiten geschrieben, als ich vor meiner Anreise gedacht hätte. Ich bin wirklich überrascht, wie zügig wissenschaftliches Arbeiten sein kann, wenn keine anderweitigen Termine, Arbeitstreffen oder ähnliches am Tag anstehen und die Literatur griffbereit vor Ort ist. So komme ich mittlerweile denn auch thematisch in meiner Arbeit an die Grenzen der Kierkegaard-Bibliothek, denn die deckt eben nur den einen Autor ab. Wie ich gehört habe soll es an der Hong Kierkegaard Library in Minnesota eine Abteilung mit "Related Authors" geben, die hier aber fehlt. So habe ich schon eine Kiste mit Büchern aus der Königlichen Natinalbibliothek von Dänemark bestellt, die praktischerweise auch ein bis zwei Tage später ins Forschungszentrum geliefert wird. Nicht zuletzt erfreue ich mich hier auch einer guten Betreuung. Ich muss dabei gestehen, dass ich einige Spezialitäten und Eigenheiten in der Kierkegaardforschung bisher noch nicht kannte.
Strände in und um Kopenhagen
Geschrieben am Fr, 08/08/2008 - 16:26 von Tobias HölterhofKopenhagen liegt am Meer und da liegt es nahe, den einen oder anderen Strand auszuprobieren:
- Amager Strandpark (Blau), U-Bahn M2 bis Øresund, Amager Strand oder Femøren: Der Park ist so lang, dass er gleich von drei U-Bahn-Haltestellen erreichbar ist. Neben der Meeresküste gibt es auch einen längeren Kanal, in dem man schwimmen kann. Liegen kann man am Sandstrand, auf der Wiese oder im angrenzenden Wald. Der Strand ist touristisch gut erschlossen (hier findet man z.B. auch eine Buddha-Lounge am Strand) aber -- wahrscheinlich wegen der guten Verkehrsanbindung und der zentalen Lage -- die Anlage wird auch gut besucht. Sonne bis ca. 20 Uhr
- Bellevue Beach (Rot), S-Bahn Linie C bis Klampenborg: Obwohl sich der Name vielversprechend anhört gefiel mir der Strand ehrlich gesagt nicht so gut. Er ist recht kurz und daher überlaufen. Hinter dem Strand gibt es aber Wiesen, auf die man ausweichen kann. Sonne bis ca. 20 Uhr.
- Charlottenlund (Grün), S-Bahn Linie C bis Charlottenlund: Dort, wo der Schlosspark das Meer trifft, liegt dieser sehr schöne und grüne Strand. Es gibt mehr Wiese als Sand, dafür entschädigt aber das Ambiente: Schloss, Kaffee und Stege. Der Strand ist nicht so groß wie der Amager Strandpark. Die Sonne bis ca. 20 Uhr, dann geht sie hinter den Bäumen unter.
- Brøndby Strandpark (Gelb), S-Bahn Linie A bis Brøndby-Strand: Leider wird der Strand von kaum einem Reiseführer erwähnt, ich habe ihn über Google-Earth entdeckt. Vielleicht weil es ein Vorort von Kopenhangen ist? Die Anlage ist aber sehr schön, hinter küstennahen Seen gelegen und so groß, dass auch am Wochenende noch Platz bleibt. Schatten spenden zwischen den Dünen ein paar Gräser mit zirpsenden Grillen. Sonne bis zum Sonnenuntergang.
Hier Strände in der weiteren Umgebung von Kopenhagen/Seeland:
Zimmer mit Balkon
Geschrieben am So, 20/07/2008 - 16:13 von Tobias HölterhofSeit gestern bin ich wieder in Kopenhagen, der zweite Teil meines Aufenthaltes am Søren-Kierkegaard-Forschungszentrum beginnt. Nach einem anstrengenden und eindrucksreichen Anreisetage sitze ich heute in einer Bagel-Bar und werde gleich den Turm der Marmorkirke (aka. Frederikskirken) besteigen.
Die Anreise begann damit, dass am Check-In mein Gepäck angeblich zu schwer sei: um 9 kg. Nach einem klärenden Gespräch und dem Nachweis meiner genauen Aufenthaltsdauer stellte sich heraus, dass ich ein Kilo weniger gepackt hatte als ich hätte können. Für die Fluggesellschaft also weiter kein Probelm, aber für meine Reisetasche! Die wirkte nämlich bereits in Deutschland ziemlich überladen. Entgegen schlimmerer Befürchtungen meisterte sie den Flug -- aber nicht die weitere Reise.
(c) 2007 Tobias Hölterhof | CMS Drupal | Layout basiert auf Abac von Artinet
Neueste Kommentare
vor 4 Tage 11 Stunden
vor 2 Wochen 2 Tage
vor 4 Wochen 4 Tage
vor 4 Wochen 5 Tage
vor 11 Wochen 3 Tage
vor 11 Wochen 4 Tage
vor 12 Wochen 4 Tage
vor 14 Wochen 2 Tage
vor 14 Wochen 6 Tage
vor 15 Wochen 2 Tage