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Microsoft Office 2003 unter Ubuntu
Geschrieben am Fr, 23/04/2010 - 18:45 von Tobias HölterhofGibt es nicht das Gerücht, dass Microsoft Word nicht unter Linux läuft? Klar, Linux-User haben ja kein Word! Das ist anscheinend ein immer wieder geäußertes aber inzwischen veraltetes Vorurteil: denn Microsoft Word läuft unter Linux! Inzwischen ist WINE -- der Windows-"Emulator" unter Linux -- so weit entwickelt, dass er Office 2003 ausführen kann. Man braucht dafür keine virtuelle Maschine und keine Windows-Lizenz, denn WINE bildet die Windows-Bibliotheken so nach, dass das Programm originär unter Linux läuft.
Also einfach die Office-Installations-CD unter Ubuntu einlegen und auf SETUP.EXE klicken. WINE startet sich automatisch (es muss natürlich installiert sein...) und führt das Office-Installationsprogramm aus. Wenn Office installiert ist, legt man ab besten noch ein kleines Startup-Script an, das die unter Linux verwendeten Pfadangaben in Windows-Pfadangaben konvertiert (dafür geht ein Dankeschön an Whiffle). Im Anhang zu diesem Beitrag kann das Skript heruntergeladen werden. Man speichert es z.B. im Heimatverzeichnis, startet einen Editor und kontrolliert, ob die 5. Zeile den korrekten Pfad enthält. Dann kann man, wenn man will, noch einen Eintrag im Startmenü anlegen und nach einem schicken Word-Logo googlen. Das Skipt habe ich auch für Powerpoint und Excel verwendet. Hierzu muss in der 5. Zeile "WINWORD.EXE" durch "POWERPNT.EXE" bzw. "EXCEL.EXE" ersetzt werden.
Word ist in meinen Tests nicht abgestürzt. Es funktioniert sogar das Drucken und Linux.
Wie dreht man PDF-Dateien?
Geschrieben am Fr, 09/01/2009 - 17:12 von Tobias HölterhofEs muss ja einmal ausgesprochen werden: meistens haben Linux-Benutzer eine gewisse Sympathie gegenüber der Tatsache, dass man die Dinge auch über eine Kommandozeile anstatt mit Mausklick machen kann. Es liegt auch eine gewisse Ästhetik darin, Bash-Befehle bis in die hundertste Iteration ineinanderzuschachteln um schließlich eine einzige Befehlszeile zusammenzubauen, die morgens gleichzeitig den Tee-Timer setzt, RSS-Feeds aggregiert und noch den Posteingang vom Spam reinigt. Versuchen Sie das mal mit Ihrer Maus!
Nun braucht man manche Befehle seltener, andere häufiger und erstere vergisst man natürlich schneller. Nach dem Motto cat /dev/brain möchte ich nun beginnen, sozusagen auch als eigene Gedankenstütze, diese zu bloggen. Den Anfang macht die Frage: Wie kann man eigentlich PDF-Dateien drehen?
Dazu muss das PDF-Toolkit installiert sein, also das Paket "pdftk" unter Ubuntu. Die Befehlszeile lautet:
pdftk in.pdf cat 1-endS output out.pdf
Dabei ist "in.pdf" die Eingabedatei, "out.pdf" die Ausgabedatei und das "S" unmittelbar hinter dem "1-end" gibt die Rotation an. Anstatt einer Gradzahl gibt man hier Himmelsrichtungen an:
- S (south): 180 Grad
- E (east): +90 Grad
- W (west): -90 Grad
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